Sinnvoll oder nicht? Vorteile oder nicht?
Ich setz mich gerade mit dem Gedanken darüber auseinander (betr. beide Jungs) und bitte um Infos, Erfahrungsberichte und Co und natürlich eure ungeschminkte Meinung dazu, tobt euch aus, ich sammel Infos, positive wie negative.
Hi,
persönlich ist Waldorf nicht mein Ding.
Allerdings bin ich auch der Meinung das wenn Waldorf, dann bitte mit allen Konsequenzen.
Heißt Spielzeug (oder eben nicht), Kleidung, Haushaltsführung, Ernährung.
Die momentane Tendenz Kinder aus dem Staatlichen Schulsystem mit aller Macht raushaben zu wollen und in Waldorf Kigas und Schulen zu packen nur weil die evtl. kleinere Gruppen und Klassen bieten, sich aber überhaupt nicht mit dem Konzept dahinter befassen zu wollen, finde ich persönlich Grauenvoll.
Dasselbe gilt auch für Montessori.
Zu dem Umgang mit behinderten Kindern kann ich nichts sagen.
Ich hatte mir den Waldorf Kindergarten in Lauffen neugierdehalber angeschaut
als Damien 1 Jahr alt war - da wußte ich aber noch nicht das er besonders ist.
Ich hab von der Anmeldung abstand genommen weil ich eben nicht bereit war zuhause
alles umzustellen.
Gib doch dann mal laut wie du dich und warum du dich entschieden hast, ist bestimmt interessant ;o)
LG
Jen
Ich schreib mal kurz meine Beweggründe, ich bin selber nicht soweit ab von der Waldorfpädagogik und habe vor Jahren mal eine kurze Zeit im Waldorfkiga schnuppern dürfen (allerdings war der ohne besondere Kinder, bestand aus einer Gruppe von 21 Kindern 2 Erzieherinnen und 1 Kinderpflegerin) und fand es eigentlich recht positiv.Mir fehlt allerdings die Erfahrung der Waldorfpädagogik mit besonderen Kindern.
Bei meiner Maus war ich dann am überlegen, ob ich sie nach Evinghausen (hier im Landkreis) in die Waldorfschule (keine I-Schule) gebe, meine Maus wollte aber da gar nicht hin, sondern hier in die Schule und somit fiel dann die Überlegung weg.
Gestern sprach Ex2 mich direkt drauf an, wie es mit Junior weitergehn soll, da ja auch unklar ist, wie es medikamentös weitergeht und wie er am besten gefördert werden könnte, welche Schule überhaupt zu ihm paßt und war sehr für eine Waldorfschule.Vor einigen Wochen schon hatte ich unabhängig davon mal Infosvon der Integrationswaldorfschule Nähe Münster angefordert, da ich für Junior ja einen Schulwechsel anstrebe, und ich wollte mir die Idee mit der Waldorfschule offen lassen (käme frühestens nächstes Jahr nach den Sommerferien in Betracht).Was mich abschreckt sind die Kosten, die ich mir so als Hartz4-Empfänger nicht leisten kann und ich nicht weiß, ob und was es für finanzielle Förderungen gibt, da diese Schule in NRW ist und wir in NDS wohnen.Junior wäre vom Typ her schon ein wenig Waldorfkind (Ex meint zwar, Junior wäre eigentlich typisch Waldorf, ich sag aber mal eher z.Zt.).
Der Waldorfkiga hier vor Ort ist ein Integrationskindergarten, der evtl. für den Kleinen in Frage käme, falls nächstes Jahr ein Kindergartenwechsel ansteht (ist noch nicht sicher, kommt drauf an, wie er sich weiter entwickelt), wir hätten dann die Wahl zwischen I-Kiga und SpraKi, der Waldorfkiga würde über Eingliederungshilfe finanziert werden, genau wie der jetzige HPK auch.Wenn ich aber den Kleinen in diesen Kindergarten gebe, dann mit der Konsequenz, daß auch der Kleine in die Waldorfschule gehen soll.
Hi ihrs,
also sowohl mein kleiner Bruder als auch meine Schwester haben, Kiga und Schule besucht. Mein Bruder, hat da auch Abi gemacht und ist jetzt Dipl. Sozialpädagoge, meine Schwester ist Hauswirtschaftsleiterin. Ich hab mich da nie mit befasst, aber nicht alle werden dann Förster oder Schreiner und latschen anschließend nur im Selbergestrickten und Sandalen durch die Gegend.
Wenn de mal umfassende Auskunft haben willst, dann musste dich mal mit meiner Mom untehalten, die kennt sich da voll aus.
Grüßlies Silber
Hi Silberchen,
da gehts ja nicht drum das man hinterher in Jesuslatschen daherkommt und Engelchen schnitzt. *gg*
Aber man kann die Waldorf-Pädagogik nicht isoliert von der Antroposophischen Schiene sehen.
Und mir wäre die Esoterik - Schiene einfach ungeheuer.
Klar kann man auch in ner Waldorf Schule Abitur, Mittlere Reife und das Quali machen.
Und ob man in den unteren Jahrgängen unbedingt Noten braucht *schulternzuck*, unser
Schulsystem ist so oder so nicht das allerbeste und da gibts sicherlich genug Diskutierwürdige Themen ;o)))
Vielleicht sollten wir das mal diskutieren?
Ist Waldorf-Schule oder Kiga tatsächlich ohne Esoterik lebbar? Gibts das überhaupt?
LG
Jen
Zu den Jesuslatschen sag ich jetzt mal nichts *ansichrunterschautundpfeift....* ;-)
Ist Waldorf-Schule oder Kiga tatsächlich ohne Esoterik lebbar? Gibts das überhaupt?
Das ist eine interessante Frage, dessen Antwort mich auch sehr interessieren würde.
Mir ist klar, daß man sich als Eltern bei Waldorf mehr engagiert als in Regelinstitutionen, was mir persönlich sehr entgegen kommt, da mir das Elternengagent in den jetzigen Einrichtungen irgendwie zu wenig oder nur auf die Therapien bezogen vorkommt, die Gemeinschaft kommt mir da zu kurz.
Förster und Schreiner *g* ich glaub, Junior hätte tatsächlich das Zeugs zum Förster, der und Tiere....
.
Letztens meinte er allen Ernstes zu seiner Lehrerin, der Unterricht wär soooo langweilig, ob man nicht die Sachen aus dem Lesebuch tanzen und singen könnte
und da das nicht geht, starrt er lieber Löcher in die Luft und langweilt sich und verdreht die Augen, wenn er aufgefordert wird, etwas (ohne singen und tanzen) vorzulesen.
Aber zurück zur Esoterik, das würd mich auch interessieren.
Hi,
hmm, ich kann mit Esoterik wenig anfangen, hab allerdings nie erlebt, dass der Kiga oder die Schule irgendwie "abgehoben" waren, für mein Empfinden würde ich beides eher als sehr "naturnah" und "nichtgenormten" Kids als entgegenkommend bezeichnen.
Die Definition find ich gut: Noch heute wird „Esoterik“ jedoch weithin als Bezeichnung für „Geheimlehren“ verstanden, wobei es sich de facto allerdings zumeist um allgemein zugängliche „offene Geheimnisse“ handelt, die sich einer entsprechenden Erkenntnisbemühung erschließen. Nach einer anderen, ebenfalls sehr geläufigen Bedeutung bezieht sich das Wort auf eine höhere Stufe der Erkenntnis, auf „wesentliches“, „eigentliches“ oder „absolutes“ Wissen und auf die sehr vielfältigen Wege, welche zu diesem führen sollen.
Eine ehemalige Arbeitskollegin hat ihr Kind auch in die Waldorfschule geschickt. Auffällig schlecht erzogenes, rotzfreches, keine Grenzen kennendes Gör, dass spuckt, beißt und kratzt ... das Kind kennnste heute nicht mehr wieder, was sicher nicht auf das Konto ihrer Mama geht. Das Kind hat für mein Empfinden jetzt eine reelle Chance trotz ihrer "ehallesegalwurscht" Mutter.
Die Kids beschäftigen sich ja mit dem Esoterikkram nicht und Eltern die das nicht tun wollen werden dazu sicher auch nicht gezwungen.
Grußlies Silber
Hallo Solene,
ohne auf das Pro und Contra "Waldorf" eingehen zu wollen, kann ich dazu nur berichten, dass von den Eltern unserer ortsansässigen Waldorfschule extrem viel Eigeninitiative verlangt wird.
Das fängt bei Veranstaltungen an, über das Leben des Konzepts zu Hause bis zur Schulgartenpflege durch die Eltern am Wochenende.
Ob das überall so ist kann ich nicht beurteilen. Hier ist es wenigstens der Fall.
Gruß
Mc. Gonagall