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Normale Version: Umgangskosten
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Moin, moin!

Mal eine direkte Frage ohne das ganze schmückende Beiwerk drum herum:

Kann ich dazu verdonnert werden, den Umgang zwischen Vater und Kind zu finanzieren wenn Vater dazu nicht in der Lage ist?

Ich bin nach der Trennung ca. 20 km in die eine und Ex 6 km in die entgegengesetzte Richtung vom letzten gemeinsamen Wohnort gezogen.

Herzlichen Dank
Mc. Gonagall
Hi

ich versuche mal ne Antwort (aber ohne Gewehr...)

Zitat:
OLG Schleswig, v. 03.02.2006, 13 UF 135/05, FamRZ 2006, 881

Hat der betreuende Elternteil durch einen Umzug eine erhebliche räumliche Distanz des Kindes zum anderen Elternteil geschaffen, kann der betreuende Elternteil verpflichtet werden, sich am Holen und Bringen des Kindes zu beteiligen. daß der sorgeberechtigte Elternteil, der durch den eigenen Umzug (mit den Kindern) die räumliche Distanz zum anderen Elternteil erst geschaffen hat, verpflichtet sei, sich am zeitlichen und organisatorischen Aufwand bei der Ausübung des Umgangsrechts zu beteiligen (hier: die Kinder dem abholenden Vater teilweise entgegenzubringen).

Hi du,
da ich deine Geschichte und die deiner Tochter zumindest Ansatzweise kenne wage ich es mich aus dem Fenster zu lehnen und zu sagen, nö.

Wenn und ob der Umgang überhaupt dem Kindeswohl entspricht unter diesen Voraussetzungen ist dann sowieso die Frage.

Vor allem ist Töchterchen mittlerweile alt genug um ebenfalls ihre Meinung kund zu tun.

LG
Jen
Hey Solene,

danke für das Urteil. Wenn ich ins schöne Bayern gezogen wäre - ist es da schön? - dann ist's klar. Das wusste ich aber in meinem Fall?

Huhu Jen,

hier auf'm platten Land ist alles für das Kindeswohl. Solange Väterchen nichts kriminelles mit Kindchen tut, tut er ihr nur guuut!

Er ist jetzt am jammern, dass er sich die Fahrkarten nicht leisten kann, um sie abzuholen und dann mit ihr zurückzufahren. Jahrelang habe ich das Kind hin und auch wieder retour gefahren. Da er ALS2-Empfänger ist, hat er jetzt die kluge Idee, ich solle für BEIDE wenigstens 1x im Monat die Fahrkosten für den Bus übernehmen.

Er sieht sie übrigens absolut regelmäßg!!! Das letzte Mal am 29.12.08.

Lieber Gruß
Mc. Gonagall
Hi Mc.Gonagall,

Ok, ich bin ein wenig spät, langsam, whatever...

Mc. Gonagall schrieb:
aber in meinem Fall?


Würde ich es drauf ankommen lassen. Deine 20 km sind imho nicht erheblich. Das ist anderswo innerhalb derselben Stadt.

Mc. Gonagall schrieb:
Da er ALS2-Empfänger ist, hat er jetzt die kluge Idee, ich solle für BEIDE wenigstens 1x im Monat die Fahrkosten für den Bus übernehmen.


Was kostet so eine Busfahrt für einen Erwachsenen einfach? 5 Euro? Gib ihm 5 Euro, den Rest dann, wenn er da ist. Glaubst du, er kommt wenn er Bares in Händen hält?

Mc. Gonagall schrieb:
Er sieht sie übrigens absolut regelmäßg!!! Das letzte Mal am 29.12.08.


29.12.? Naja, der ist ja bald wieder...

Geht's dir soweit gut? Irnkwie haben wir ewig nix mehr voneinander gehört.

cu,
Bernhard

Hey Bernhard,

momentan ist Töchterchen bei den Großeltern in den Sommerferien und der Vater hat sich geweigert, ihr einen schönen Urlaub zu wünschen. "Für die Reise zu den Großeltern ist Geld da aber für die Umgangspflege mit ihm nicht." Sein Standpunkt. Auch der Hinweis, dass die Lütte die Reise von den Großeltern geschenkt bekommen hat, ist unerheblich. Er muss sich leid tun.

Seine Mutter - also die andere Großmutter - hat daraufhin das versprochene kleine Geschenk zum schönen Zeugnis gestrichen.

Nun rief mich meine Mutter völlig verzweifelt an und sagt, dass die Lütte sich weigert an Papa und die andere Oma eine Karte zu schicken. Meine Mutter hätte es ihr mehrfach nahe gelegt. Ich habe ihr gesagt, dass sie das Thema ruhen lassen soll. Dann ist es eben so und basta.

Der Vater hat in den seltensten Fällen überhaupt Umgangskosten gehabt weil mein Mann oder ich das Kind auf dem Weg zur Arbeit am Samstag zum Wohnort des Vaters gebracht haben. Überlegt man die Unregelmäßigkeiten im Umgang kommt er vielleicht auf 5-6 Fahrcheine für beide... Würde ich ihm Geld geben, würde er es NICHT für Fahrscheine ausgeben.

Im Gegenzug ist seine zu große Wohnung aber damit untermauert, dass er Platz und Unterbringungsmöglichkeiten für seine Tochter braucht.

Auf der anderen Seite habe ich durch Zufall einen alten Bekannten getroffen, der seit 1,5 Jahren in Trennung lebt. Er ist wirklich ein gestandener Mann mit beiden Beinen auf dem Boden und so leicht nicht aus der Ruhe zu bringen aber die Tricks seiner Noch-Ehefrau, um ihm die beiden Töchter vorzuenthalten, treiben ihn in die Verzweiflung. Ich habe mich sehr erschrocken wie er sich verändert hat.

Ich kann jeden Erwachsenen verstehen, der erst einmal daran knabbert, der Verlassene zu sein und wir alle haben unser Ego, dass gestreichelt werden möchte aber wie können all die Eltern behaupten Ihre Kinder zu lieben wenn sie sie benutzen um dem Ex zu schaden und im Endeffekt den eigenen Kindern, die sie ja lieben, so viel Schaden zufügen? Von Reife, Verantwortung und auch einmal Verzicht und sich in die zweite Reihe stellen ist nicht zu spüren.

Aber das weiß hier ja jeder selber. Musste nur mal raus!

Liebe Grüße
Mc. Gonagall
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